Wenn die Erde ruht – dann wächst immer mein Mut
Der Winter ist keine Pause.
Er ist ein Sammeln.
Viele Kräuter schlafen jetzt tief in der Erde, ziehen sich zurück, konzentrieren ihre Kraft. Gleichzeitig sind die Winterkräuter lebendig wie eh und je – frisch, würzig, voller Vitalstoffe. Und wenn du genau hinschaust, siehst du schon die ersten Vorboten des Neuen: Der Bärlauch streckt bereits vorsichtig seine grünen Fühler aus. Das Leben wartet nicht – es bereitet sich vor.
Und genau so geht es mir.
Ich war nie „nur“ Gärtnerin. Der Naturkräutergarten ist kein romantisches Hobby, sondern ein lebendiges, eigenständiges Unternehmen. Bio-Zertifizierung, Wetterextreme, politische Rahmenbedingungen, Behörden, Planung, Entscheidungen, Verantwortung. Werbung, Texte, Social Media, Inhalte, Gärtnerei – all das trage und gestalte ich selbst. Tag für Tag.
Dabei begegnet mir immer wieder dasselbe Kernthema – bei anderen und auch bei mir selbst:
Die Angst, etwas falsch zu machen.
Darf ich das essen?
Ist das giftig?
Was, wenn Schädlinge kommen?
Was, wenn ich falsch dünge?
Was, wenn nichts wächst?
Diese Fragen sind menschlich. Und sie halten uns klein – nicht nur im Garten.
Selbstermächtigung statt Stützräder
Ich möchte dir keine Stützräder montieren.
Ich möchte, dass du lernst, selbst zu laufen.
Nicht blind, nicht naiv – sondern wissend, neugierig, wach.
Kräuterarbeit heißt nicht, alles perfekt zu machen. Sie heißt, in Beziehung zu gehen. Hinzuschauen. Zu riechen. Zu fühlen. Fehler zu machen. Daraus zu lernen.
Und die Beziehung zur Natur lebt von Beobachten und Nachmachen. Ich frage mich selbst immer: „Was oder wie würde es die Natur machen?“
Wie säe ich Kräuter? Nun, wie ist es denn in der Natur? Wie und wann reift der Samen, fliegt er davon, wird er gefressen, fällt er nicht weit vom Stamm?
Also stelle ich gerne Gegenfragen, keine Belehren.
Sie ist eine Einladung zur Lust am Entdecken.
Denn wer versteht, verliert die Angst.
Und wer keine Angst mehr hat, traut sich.
Das gilt für Kräuter genauso wie für das Leben.
Erfolg wächst aus Authentizität
Dass der Naturkräutergarten heute so viele treue Kräuterfreunde, Kundinnen und Fans hat, verdanke ich nicht nur den Pflanzen. Sondern der Art, wie ich mich und meine Themen in die Welt stelle. Authentisch. Unperfekt. Echt. So gut es geht, auch mal ganz modern cringe, oder einfach peinlich.
Bei mir würde es aber nicht funktionieren, wenn ich mich verbiegen würde.
Nichts würde wachsen, wenn ich mich verstecken würde. Was ich lange genug getan habe.
Deshalb erlaube ich mir immer meine Zeit im Winter weiter zu öffnen:
für Selbstführung, Human Design, Quantenheilung, Pferdearbeit, Lernen, Hinterfragen. Nicht als Bruch mit den Kräutern – sondern als ihre natürliche Erweiterung.
Denn Heilpflanzen wirken nicht isoliert.
Sie wirken in Menschen, die sich selbst führen, regulieren und vertrauen lernen.
Wobei man sich fragen darf, ob es für Heilung überhaupt eines Mittels bedarf und nicht einfach nur der Überzeugung? Wer weiß – ich nehme trotzdem meinen Thymian bei Erkältung, lutsche auf einem Salbeiblatt herum, wenn ich Halsschmerzen habe und ein Überbein bekommt eine Beinwellwurzelpackung verpasst. And speaking of Bärlauch – der verleiht im Frühling einfach Bärenkräfte!
Natur heilt – aber Selbstführung macht sie wirksam
Kräuter sind kraftvoll.
Aber vielleicht sind sie nicht alles. Und nicht jedem hilft Minze bei Kopfschmerz.
Es gibt viele Wege der Selbstheilung, der Klarheit, der inneren Ordnung. Die Natur zeigt sie uns – wenn wir bereit sind, hinzuschauen. Und manchmal beginnt dieser Weg nicht im Beet, sondern in uns selbst.
Wenn dich das ruft, wenn du neugierig bist, wenn du lernen willst, ohne Angst, aber mit Respekt, dann findest du auf meiner Skool-Plattform mehr Hintergründe, Impulse und neue Pfade.
Still. Ehrlich. Ohne Druck.
So wie die Natur selbst.
Die Kräuter sind da.
Der Bärlauch meldet sich.
Und ich bin es auch – als Gärtnerin, Unternehmerin, Lernende und Mensch.
